Diagnoseverfahren

Wie sich Herzschwäche diagnostizieren lässt

Das Erkennen einer Herzschwäche ist zumeist ein Prozess, der in mehreren Schritten verläuft. Dabei kommen unterschiedliche Diagnoseverfahren zum Einsatz. Als unerlässlich gilt die Untersuchung des Herzens mittels Ultraschall.

Die Echokardiographie – ein Standard der modernen Herzinsuffizienz-Diagnostik. Foto: Marko Priske
Foto eines Patienten beim Herzultraschall

Das Erkennen einer chronischen Herzschwäche erstreckt sich meist über einen längeren Zeitraum. Zum einen beginnt die Krankheit oft allmählich, zum anderen können viele Symptome einer Herzinsuffizienz auch durch andere Erkrankungen ausgelöst werden. Manchmal sind sie auch schlicht Ausdruck des normalen Alterungsprozesses.

Allerdings besteht stets der Verdacht auf eine Herzinsuffizienz, wenn sich eine deutlich raschere Ermüdbarkeit, Atemnot bei körperlicher Belastung oder Gewebsschwellungen (Ödeme) an Fußrücken, Knöcheln oder Schienbeinen einstellen.

Einmaleins der Diagnostik

Einem Verdacht auf Herzschwäche sollte der Arzt zunächst durch eine genaue Erhebung der aktuellen Beschwerden und gesundheitlichen Vorgeschichte des Patienten (Anamnese) und durch eine sorgfältige körperliche Untersuchung nachgehen. Erhärten sich die Hinweise auf Herzinsuffizienz, sind weitere Schritte notwendig:

  • EKG zur Messung der Herzströme
  • Blutuntersuchung, z. B. zur Bestimmung der Blutzellen, Blutsalze (Elektrolyte), des Blutzuckers, der Leberenzyme und der Nierenfunktion
  • Urinuntersuchung

Allerdings lässt sich eine vermutete Herzschwäche mit diesen Methoden noch nicht spezifisch charakterisieren. Unerlässlich für eine korrekte Diagnose ist daher die

  • Untersuchung des Herzens mittels Ultraschall (Echokardiographie)

Eine Röntgenaufnahme des Brustkorbs (Röntgen-Thorax) ist nicht in jedem Fall zwingend, kann bei manchen Patienten jedoch wichtige Hinweise etwa auf eine Herzvergrößerung oder einen Flüssigkeitsstau in der Lunge liefern.

Generelles Ziel der Diagnostik ist, nicht nur den Befund einer Herzschwäche zu sichern, sondern möglichst auch die eigentliche Krankheitsursache aufzudecken und dadurch eine optimale Therapieplanung zu ermöglichen. In bestimmten Fällen kann dabei eine

  • Untersuchung des Herzens mittels Herzkatheter

von Nutzen sein, um einen Durchblutungsmangel im Herzmuskel gezielt identifizieren und gegebenenfalls beheben zu können. Darüber hinaus sind weitere, insgesamt seltener eingesetzte Zusatzverfahren für spezielle Fragestellungen verfügbar.