Diagnoseverfahren

Die Bedeutung von Blutuntersuchungen

Prinzip und Nutzen

Bei Blutuntersuchungen können unterschiedlichste Bestandteile des Blutes mit einer großen Palette von Verfahren analysiert werden. Damit lassen sich bestimmte Ursachen einer Herzschwäche eingrenzen oder auch ausschließen.

Basisdiagnostik

Bei jedem Verdacht auf Herzinsuffizienz werden, wie bei den meisten anderen Erkrankungen auch, verschiedene grundlegende Blutbestandteile bestimmt, unter anderem

  • die Zahl der roten Blutkörperchen und die Menge des roten Blutfarbstoffes (Hämoglobin): Die Werte lassen eine Blutarmut erkennen, die eine Herzschwäche verschlimmern oder sogar verursachen kann.
  • der Gehalt an Blutsalzen (Elektrolyten), insbesondere Natrium und Kalium: Störungen des Kaliumhaushalts können zu Herzrhythmusstörungen führen.
  • die Konzentration des Stoffwechselprodukts Kreatinin: Sie gibt Auskunft über die Nierenfunktion, die bei Herzschwäche eingeschränkt sein kann.

Spezielle Bluttests

Darüber hinaus können weitere Substanzen im Blut gemessen werden, zum Beispiel:

  • Herzschwäche-spezifische Markersubstanzen (sogenanntes BNP und NT-proBNP): Diese Eiweiße werden bei einem geschwächten, überdehnten Herzen vermehrt aus den Herzmuskelzellen freigesetzt; sind wenige dieser Marker im Blut, ist die Diagnose Herzinsuffizienz eher unwahrscheinlich
  • Schilddrüsenhormone: Eine Überfunktion der Schilddrüse kann Ursache von Herzrhythmusstörungen (z. B. Vorhofflimmern) und Herzschwäche sein.
  • Herzinfarkt-spezifische Eiweiße (Herz-Enzyme, Troponin)
  • Autoantikörper: Bestimmte Autoantikörper können zur Herzinsuffizienz führen.