Was ist Herzinsuffizienz?

Grundlegendes zur Herzinsuffizienz

Wenn das Herz den Körper nicht mehr ausreichend mit Blut versorgen kann, spricht man von Herzinsuffizienz oder auch Herzschwäche. Die Erkrankung zählt zu den häufigsten Herzleiden überhaupt. Zumeist tritt sie im höheren Alter auf.

Das Herz ist ein Motor des Lebens – ist seine Leistungskraft beeinträchtigt, leidet der ganze Mensch. Abbildung: psdesign1/Fotolia
Darstelllung von Herz und Gefäßen

Die Herzinsuffizienz, umgangssprachlich auch als Herzschwäche bezeichnet, ist eine eingeschränkte Leistungsfähigkeit des Herzens. Das Herz kann dann die Organe nicht mehr genügend mit Blut und Sauerstoff versorgen. Die Folge: eine verminderte körperliche, aber auch geistige Fitness.

Normalerweise pumpt das Herz eines jungen Erwachsenen jede Minute fünf bis sechs Liter sauerstoffreiches Blut in den Kreislauf hinein. Bei körperlicher Anstrengung, bei der die Gewebe zusätzlichen Sauerstoff benötigen, kann ein gesundes Herz selbst bei untrainierten Menschen seine Pumpleistung auf 20 bis 25 Liter pro Minute steigern.

Das Herz verliert seinen Spielraum

Diese enorme Leistungskraft des Herzens verringert sich natürlicherweise im Laufe des Lebens. Im Fall einer Herzschwäche jedoch büßt das Herz zusätzlichen Leistungsspielraum ein. Es kommt zu einem Ungleichgewicht zwischen Herzleistung und den Anforderungen einer ausreichenden Blutzirkulation. Körperliche Belastung führt dann rasch zu einem Sauerstoffmangel im Gewebe, typische Zeichen sind schnelle Ermüdung und Kurzatmigkeit. Auch wird die Funktion anderer Organe oft in Mitleidenschaft gezogen, etwa der Nieren oder des Gehirns.

Die Herzschwäche betrifft vor allem ältere Menschen. Oft geht sie auf einen Durchblutungsmangel im Herzmuskel, einen Infarkt oder einen überhöhten Blutdruck zurück, kann aber auch unterschiedliche andere Ursachen haben. Je nach genauem Krankheitsmechanismus lassen sich verschiedene Formen der Herzinsuffizienz unterscheiden. Von Fall zu Fall verläuft sie unterschiedlich schwer.