Was ist Herzinsuffizienz?

Herzschwäche hat unterschiedliche Ursachen

Die Herzschwäche ist in den meisten Fällen eine Folge anderer Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Besonders häufig geht sie zurück auf:

  • einen chronischen Durchblutungsmangel im Herzmuskel aufgrund verengter Herzkranzgefäße (koronare Herzkrankheit)
  • einen früheren Herzinfarkt
  • einen überhöhten Blutdruck

Diese Ursachen stehen in 70 bis 90 Prozent der Fälle hinter einer Herzinsuffizienz. Bei nicht wenigen Patienten finden sich sowohl ein Durchblutungsmangel im Herzmuskel oder ein Infarkt als auch ein hoher Blutdruck. Das Herz ist dann einerseits durch den Infarkt oder Durchblutungsmangel geschwächt und muss andererseits ständig gegen den Bluthochdruck im Körperkreislauf anpumpen. Langfristig führt dies zur Überlastung des Herzens.

Verschiedene Risikofaktoren und Verhaltensgewohnheiten wie etwa Übergewicht und Bewegungsmangel, fettreiche Ernährung oder Tabakkonsum begünstigen die Entstehung einer Herzinsuffizienz.

Seltenere Auslöser der Krankheit

Mitunter liegen einer Herzschwäche auch andere Ursachen zugrunde. Dazu gehören:

  • Herzmuskelerkrankungen (Kardiomyopathien): Diese können etwa durch erbliche Genveränderungen, Virusinfektionen, Alkoholmissbrauch, Krebsmedikamente, Autoimmunkrankheiten oder auch eine Schwangerschaft ausgelöst sein.

  • Herzrhythmusstörungen: Das Herz schlägt dabei entweder zu langsam oder aber zu schnell und unregelmäßig (z. B. Vorhofflimmern).

  • Herzmuskelentzündungen (Myokarditis)

  • Herzklappenerkrankungen und angeborene Herzfehler

  • Erkrankungen des Herzbeutels (z. B. Herzbeutelerguss)

  • bestimmte Lungenerkrankungen (chronisch-obstruktive Lungenerkrankung, Lungenemphysem)

  • Diabetes

Bei einer Sonderform der Herzschwäche – dem sogenannten High-Output-Failure – ist die Herzleistung nicht vermindert, sondern erhöht. Dies kann beispielsweise der Fall sein, wenn das Herz versucht, eine chronische Blutarmut durch einen beschleunigten Herzschlag und eine vermehrte Pumparbeit auszugleichen. Gelingt dies nicht, kommt es trotz der gesteigerten Herzleistung zu einem Sauerstoffmangel im Körper.