26.11.2013
07:54 Alter: 5 yrs
Von: Eva Maria Mentzel

Diabetiker haben bis zu sechfach erhöhtes Risiko für Herzschwäche

Menschen mit Diabetes Typ 2 haben im Vergleich zu Nichtdiabetikern ein zwei- bis sechsfach erhöhtes Risiko einer Herzinsuffizienz. Darauf weist aktuell die Deutsche Diabetes-Hilfe hin.


Eine gesunde Ernährung mit viel frischem Obst und Gemüse ist nicht nur Diabetikern zu empfehlen.

Die Kombination von Diabetes und Herzinsuffizienz kann lebensgefährlich sein. Die typischen Symptome einer Herzschwäche wie Müdigkeit, Atemnot oder geschwollene Beine sollten daher ernst genommen und vom Arzt abgeklärt werden.

Eine Früherkennung der Herzschwäche bei Diabetes Typ 2 ist unter anderem deshalb so wichtig, da einige Antidiabetika mit einem hohen Herzinsuffizienz-Risiko verknüpft sind. Dazu gehören z.B. Glitazone, die durch andere blutzuckersenkende Medikamente ersetzt werden sollten. Sulfonylharnstoffe sollten wegen des erhöhten kardialen Risikos sowie der Hypoglykämiegefahr nur sehr zurückhaltend eingesetzt werden. Bei Metformin sollte das Risiko für Komplikationen individuell abgewogen werden. Neuere Substanzen wie Inkretin-basierte Medikamente, Exenatide oder Liraglutide, schützen das Herz vermutlich sogar.

Auch wenn sich ein leicht erhöhter Body Mass Index (BMI) bei Herzinsuffizienz positiv auszuwirken scheint, sollten herzkranke Menschen mit Diabetes Typ 2 auf ihre Ernährung und ihr Körpergewicht achten.

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