30.06.2014
15:02 Alter: 4 yrs

Tipps für die Sommerzeit

Herzpatienten leiden im Sommer besonders unter der großen Hitze. Wichtig ist es, bei hohen Temperaturen ausreichend zu trinken, um den Flüssigkeitsverlust durch das Schwitzen auszugleichen. Herzschwäche-Patienten sollten dabei jedoch aufpassen.


Meiden sie pralle Sonne!

"Trinken Sie nicht mehr als zwei Liter pro Tag, am besten Mineralwasser oder Fruchtschorle", empfiehlt der Herzschwäche-Experte Prof. Georg Ertl, Sprecher des Deutschen Zentrums für Herzinsuffizienz an der Uniklinik Würzburg. "In dieser Zeit ist es besonders wichtig, sehr sorgfältig auf das Körpergewicht zu achten. Bei Gewichtsschwankungen sollten Sie mit Ihrem Arzt über die Trinkmenge, beziehungsweise die Dosierung Ihrer Entwässerungsmittel sprechen." Auch bei anderen Medikamenten wie etwa blutdrucksenkenden Mittel muss die Dosierung im Sommer eventuell angepasst werden. Prof. Ertl: "Das bedeutet auch, öfter mal den Blutdruck messen, insbesondere, wenn‘s nicht gut geht."

Für heiße Tage eignet sich die mediterrane Küche mit viel frischem Gemüse und Obst, aber auch im restlichen Jahr ist diese Ernährungsweise bei Herzerkrankungen und zu ihrer Vorbeugung zu empfehlen. Dabei aber berücksichtigen, dass das meiste Obst weitgehend aus Flüssigkeit besteht, daher gewogen und zur Trinkmenge gezählt werden muss. Auch die regelmäßige Bewegung sollte im Sommer nicht zu kurz kommen, allerdings muss die pralle Hitze unbedingt gemieden werden: Ist es tagsüber zu heiß, bieten sich Spaziergänge oder kleine Radtouren am frühen Morgen oder am Abend an.

Patienten mit leichteren Schweregraden der Herzschwäche können in der Regel ohne wesentliche Einschränkungen verreisen. Aufenthalte in Höhen über 1.500 Meter sind mit einem gesteigerten Gesundheitsrisiko verbunden, da die Luft im Gebirge weniger Sauerstoff enthält. Auch im Flugzeug liegt der Sauerstoffgehalt bei einer Reiseflughöhe von 10.000 Meter in etwa so hoch wie bei einem Gebirgsaufenthalt auf 2.000 bis 2.500 Metern Höhe. Längere Reisen im Flugzeug bringen das Risiko eines Wassermangels, der Bildung von Wassereinlagerungen (Ödemen) oder von Blutgerinnseln (Thrombosen) mit sich. Eine vorbeugende Blutverdünnung kann dann notwendig sein, in jedem Fall, sobald möglich, immer wieder aufstehen und bewegen. Im Einzelfall sollten Patienten längere Reisen daher stets mit ihrem Arzt oder ihrer Ärztin besprechen.

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