01.07.2013
14:03 Alter: 5 yrs

Übergewicht erhöht Risiko für Herzschwäche

Eine internationale Studie zeigt, dass Übergewicht das Risiko für eine Herzschwäche erhöht. Wer auf sein Gewicht achtet, senkt also nicht nur sein Risiko für Diabetes, sondern beugt auch einer Herzschwäche vor.


Sport und gesunde Ernährung beugen Übergewicht und auch einer Herzschwäche vor. Foto: Martina Friedl/Pixelio.de

Weltweit erkranken immer mehr Menschen an einer koronaren Herzerkrankung und in der Folge an Herzschwäche. Ebenso steigt die Zahl der Übergewichtigen und Diabetiker, die durch Störungen im Stoffwechsel an erhöhten Blutzuckerwerten und Schädigungen der Blutgefäße leiden. Bisher war jedoch unklar, ob das Übergewicht an sich Ursache für eine Herzerkrankung sein kann oder ob  Herzpatienten erst durch ungesunde Verhaltensweisen wie etwa mangelnde Bewegung übergewichtig werden.

Dieser Frage ist ein internationales Wissenschaftler-Team nun in einer Studie mit etwa 200 000 Teilnehmern aus Europa und Australien nachgegangen: Die Wissenschaftler untersuchten dabei nicht das Verhalten der Probanden, sondern deren Gene. Sie konzentrierten sich auf eine häufige Genvariante des FTO-Gens, die mit gesteigertem Appetit und einem höheren Body-Mass-Index verknüpft ist.

In der Studie zeigte sich, dass auch das Risiko für eine Herzschwäche mit dieser Genvariante verknüpft ist. Daraus schließen die Forscher, dass ein erhöhter Body-Mass-Index zu einer Herzschwäche beitragen kann. Das Risiko für eine Herzschwäche könnte pro BMI-Punkt etwa um knapp 20 Prozent steigen, schreiben die Wissenschaftler in ihrem Artikel im Onlinejournal „PLOS Medicine“.

Auch wenn die Ergebnisse noch durch weitere Studien bestätigt werden müssen, lautet das Fazit: Wer auf sein Gewicht achtet, senkt also nicht nur sein Risiko für Diabetes, sondern beugt auch einer Herzschwäche vor.

 

Weiterführende Infos:

  • Body-Mass-Index: Der Body-Mass-Index beschreibt das Verhältnis von Körpergewicht zu Körpergröße. Sie können ihn ganz einfach berechnen:

    Körpergewicht (in Kilogramm) / Körpergröße x Körpergröße (in Meter)

    Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) teilt die BMI-Werte folgendermaßen ein:
    • Untergewicht: BMI kleiner als 18,5
    • Normalgewicht: BMI 18,5 - 24,9
    • Übergewicht: BMI 25 - 29,9
    • Adipositas (Starkes Übergewicht): BMI über 30

    Beim Body-Mass-Index handelt es sich nur um einen groben Richtwert. Denn weder der Körperbau noch die Verteilung von Körperfett und Muskelmasse werden bei der Berechnung berücksichtigt.

  • Lesen Sie mehr im Kapitel "Vorbeugung und Nachsorge"